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Schule im gesellschaftlichen Kontext (bis 2011)

Die Forschungsgruppe war von 2007 bis 2011 aktiv und nahm die Schule als soziales System in den Blick und thematisierte dessen aktuelle Transformation auf dem Hintergrund des langzeitlichen institutionellen Wandels. Im Fokus standen dabei die Wechselwirkungen zwischen institutionalisierter Bildung und Gesellschaft. Es interessierte einerseits die Frage, was die Schule mit den Menschen «tut» («people processing») und wie diese ihrerseits mit den institutionellen Gegebenheiten umgehen. Zum anderen wurde danach gefragt, was die Schule mit der Kultur einer Gesellschaft «tut», also welche Rolle die Schule bei der Reproduktion der Kultur einer Gesellschaft spielt («culture processing»), indem sie etwa Bildungsinhalte auswählt, umformt oder ausschliesst und Kultur so tradiert und innoviert. Entsprechende Forschungsvorhaben stellten den zumeist «lokal» bestimmten konkreten Untersuchungsgegenstand in eine auch international vergleichende Perspektive

Thematische Fokussierungen

Schule im gesellschaftlichen Kontext

  • Institutioneller Wandel in Bezug auf Strukturen (Interkantonale Harmonisierung; Einführung der Vorschulstufe; Blockzeiten und Tagesschule), Steuerung und Kontrolle (Bildungsstandards und Monitoring; Schulaufsicht, Elternmitwirkung und Schülerpartizipation) und Diskurse (Accountability)
  • Wandel des «people processing» in Bezug auf Inklusion/Exklusion/ Selektion, Qualifizierung/ Zertifizierung und Sozialisation (citizenship education; Menschenrechtserziehung; politische Bildung)
  • Wandel des «culture processing» in Bezug auf Bildungsstandards und Lehrpläne (Deutschschweizer Lehrplan) sowie Didaktiken (Geschichtsunterricht)
  • Wandel des «people processing» in Bezug auf Mikrostrukturen und Alltagskultur
    im Handlungsfeld Schule (Schulethnographie)